Was bringt einen jungen queeren Menschen dazu, sich auf eine intensive Reise mit Tantra und Körperarbeit einzulassen? Was passiert, wenn Berührung zur Sprache wird?
Jojo ist 40 Jahre alt, Arzt und hat über Yoga und Massage zur schwulen Körperarbeit gefunden. Was ihn dabei antreibt, ist die Sehnsucht nach einer anderen Art von Intimität: zärtlich, bewusst, achtsam. Im Gespräch erzählt er, wie ihn Summer Evolution und das Winter Eros Retreat verändert haben, was er als Helfer gelernt hat – und warum ein Ort wie der Vogelhof in der winterlichen Stille genau das richtige Setting für tiefe Begegnung ist. Jojo teilt mit uns seine sehr persönlichen Erfahrungen: von Unsicherheit über Erkenntnisse bis hin zur tiefen Dankbarkeit. Ein ehrliches Gespräch über Intimität, Verantwortung, Selbstheilung und warum gerade queere Räume für diesen Weg so wichtig sind.

Interview mit Jojo über seine Erfahrungen mit Gay Love Spirit, Winter Eros 2024 & Summer Evolution
Artjom: War das dein erstes Retreat oder Event von Gay Love Spirit (GLS)?
Jojo: Nein, ich war schon mal beim Summer Evolution dabei. Außerdem habe ich an einer Gay Tantra-Gruppe in Barcelona teilgenommen, die von einem unabhängigen Paar organisiert wurde, und ich war oft beim Stretch Festival – damit hat meine Reise in diese Richtung eigentlich begonnen. Das Winter Eros Retreat war aber definitiv das längste Format, das ich bisher gemacht habe. Und dass ich als Volontär dabei war, hat dem Ganzen noch mal einen ganz besonderen Vibe gegeben.
Der Weg zum Winter Eros Retreat
Artjom: Stell dich doch bitte kurz vor und erzähl, wie du zum Winter Eros Retreat gekommen bist. Was hat dich bewegt, warum hast du gebucht?
Jojo: Ich heiße Jojo, bin 40 Jahre alt und Arzt. Ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit Yoga und darüber kam ich auch zur Körperarbeit – insbesondere mit Männern: über Massage, aber auch über Themen wie Beziehung und Sexualität.
Mich hat gestört, dass schwule Sexualität oft sehr schnell und gierig wirkt. Ich sehne mich eher nach etwas Zärtlichem, Behutsamem – auch mit einem spirituellen Aspekt. Ich hatte also schon einige Workshops in Berlin gemacht und war auch beim Summer Evolution, was ich wahnsinnig gut fand.
Für das Winter Eros Retreat hatte ich mir vorgenommen, tiefer einzusteigen. Allerdings konnte ich mir das Retreat finanziell nicht leisten. Ich bin aber Mitglied auf der Website und habe einfach Thomas angeschrieben und gefragt, ob ich als Volontär teilnehmen kann – und das hat direkt geklappt! So konnte ich dabei sein und gleichzeitig noch mehr über diese Arbeit und mich selbst lernen.
Der Ort: Vogelhof im Winter
Artjom: Wie war der Ort für dich – gerade im Vergleich zum Summer Evolution in Strausberg?
Jojo: Die Anreise zum Vogelhof war lang – ich bin sechs, sieben Stunden mit dem Auto gefahren. Aber der Ort war großartig. Sehr abgelegen, viel Stille, alte Gebäude mit toller Energie. Als ich aus dem Auto gestiegen bin, war das Erste, was mir auffiel: absolute Ruhe. So eine Stille kenne ich aus dem Ruhrgebiet gar nicht.
Der Workshopraum ist in einem separaten Neubau, oben gibt’s noch einen weiteren schönen Raum unterm Dach. Es gibt eine Sauna, die abends fast immer an war – ein echter Luxus. Und dann natürlich die Jurte, etwa 200 Meter entfernt von den Hauptgebäuden. Sie war beim Winter Eros als „Love Temple“ eingerichtet – ein Ort für Rückzug, Begegnung, Körperlichkeit, Ruhe, Intimität. Ich fand sie magisch.
Unterschiede zwischen Winter Eros & Summer Evolution
Artjom: Was würdest du sagen, sind die Unterschiede zwischen den beiden Retreats – auch in Bezug auf die Orte?
Jojo: In Strausberg habe ich im Zelt geschlafen, auf einer Wiese zwischen Haus und See. Der See ist natürlich ein Highlight im Sommer – direkt reinspringen zu können, war wunderbar. Der Ort ist etwas weniger abgeschieden als der Vogelhof, ein bisschen mehr Infrastruktur außenrum. Das macht ihn etwas lebendiger, vielleicht auch unruhiger.
Vogelhof ist dagegen friedlicher. Dort habe ich im kleinen Workshopraum geschlafen, was auch seinen Charme hatte. Der Ort war für mich spirituell aufgeladen – still, klar, einfach besonders. Beide Orte sind aber großartig geeignet für die Arbeit, die wir da machen.

Was bleibt: Erlebnisse & Emotionen
Artjom: Was ist dir vom Summer Evolution besonders in Erinnerung geblieben?
Jojo: Das war für mich etwas ganz Besonderes, weil es von der Intensität her damals das Intensivste war, was ich je gemacht habe. Ich habe lange gebraucht, um mich wirklich darauf einlassen zu können – so viel soziale Interaktion, so viel Intimität auf engem Raum. Ich war als Teilnehmer da, und man hat dort ja seine „Familys“, also Gruppen von vier oder fünf Leuten, mit denen man jeden Morgen ein Check-in gemacht hat. Das war vielleicht das erste Mal, dass ich mich emotional so vollständig geöffnet habe. Ich habe unglaublich viel geweint, weil mich so vieles tief berührt hat. Diese „Familie“, in die man eingeteilt wurde – das fand ich am Anfang ein bisschen seltsam – aber im Laufe der Zeit habe ich das total zu schätzen gelernt. Es war ein unglaublich haltender Raum, und ich konnte mich da wirklich zeigen.
Dann habe ich bei mehreren Workshops mitgemacht, vor allem Massage-Workshops. Ich kann mich nicht mehr an alle Details erinnern, aber ich hatte viele intensive Begegnungen mit Männern. Eine Situation ist mir besonders in Erinnerung geblieben: Ich habe mit zwei Leuten am Rand des Festivalgeländes auf einer Decke gelegen. Wir haben gekuschelt, es war leicht erotisch, aber ganz bewusst nicht sexuell – das fühlte sich an wie ein Jungbrunnen, einfach wunderschön.
Abends waren wir öfter in der Sauna – das war natürlich „hot“, nicht nur wegen der Temperatur. Ich hatte dort das Gefühl, ganz viel mit Nähe und Distanz spielen zu können, und gleichzeitig war ich gefordert, meine Grenzen klar zu setzen. Das war für mich total fruchtbar, weil das ein Raum ist, in dem das explizit erlaubt und sogar erwünscht ist. Man darf dort sagen: „Sorry, das ist mir zu nah“, ohne sich schlecht fühlen zu müssen.
Ich erinnere mich auch noch an die Klangschalen. Es gab jemanden, der kleine Klangschalen dabei hatte, und ich stand einmal auf dem Steg in einer riesigen Klangschale – das hat so stark vibriert, das ist mir einfach im Kopf geblieben.
Ein weiteres Erlebnis war eine Begegnung mit einem Mann, mit dem ich ein unglaublich energetisches Erlebnis hatte. Wir haben uns einfach mit Kleidung umarmt, und plötzlich hat mein Becken „explodiert“ – seins auch. Wir sind dann irgendwie umeinander herumgekrochen – danach haben wir uns nie wieder gesehen.
Natürlich gab es auch den Dress-up-Abend mit einer Party. Es wurde ein bisschen Alkohol getrunken, aber alles in einem sehr respektvollen Rahmen – das fand ich super. Ich habe nichts gegen Alkohol, aber in Maßen.
Wie gesagt, die Workshops waren intensiv, aber ich habe auch nicht bei allen mitgemacht. Ich habe damals noch viel Zeit für mich gebraucht, um alles zu verarbeiten. Manchmal habe ich einfach im Zelt gesessen und nachgespürt. Aber das ganze Festival war wie ein riesiger Safe Space. Ich war total offen, innerlich leuchtend – es war befreiend. Ein richtig geiles Erlebnis. Das habe ich auch gespiegelt bekommen, als ich nach Hause kam.
Artjom: Was hast du deinem Umfeld erzählt? Wie hast du das beschrieben?
Jojo: Haha, ich habe gesagt, dass ich dort wirklich ich selbst sein konnte. Ich habe mich sehr zugehörig gefühlt. Es war vollkommen irrelevant, ob man eher weiblich oder männlich auftritt – solche Bewertungskriterien spielten keine Rolle. Man konnte nackt sein, man konnte angezogen sein, man konnte Sexualität leben – oder auch nicht. Ich habe übrigens in Strausberg während der Winterwoche kaum Sexualität erlebt. Mich hat das teilweise auch überwältigt, diese aufgeladene sexuelle Energie, die da in der Luft liegt. Aber insgesamt war Sexualität dort einfach integriert, sie durfte da sein – und das allein hat mir schon gereicht.
Artjom: Erzählst du das deinem Umfeld? Deinen Eltern? Sagst du: „Ich fahre jetzt auf ein Gay Tantra Festival“?
Jojo: Haha, ja, klar sage ich das.
Artjom: Und wie reagieren sie?
Jojo: Also, man kennt mich hier. Ich habe zwei Brüder und eine Schwester – alle heterosexuell – und ich spreche da ganz offen drüber. Ich erzähle natürlich niemandem mehr, als sie wissen wollen. Ich sage dann: „Ich fahre auf ein Homo-Retreat, ein Gay Tantra Festival, oder so“, und wenn keine Nachfragen kommen, erzähle ich auch nicht mehr.
Mit meinen Brüdern habe ich aber schon viel darüber gesprochen. Interessanterweise nehmen sie das richtig ernst, was ich da mache – oder besser: was wir da machen. Am Anfang kommen vielleicht so Sprüche wie: „Ihr wollt doch nur bumsen“, aber wenn ich dann ein bisschen erzähle, merken sie, dass es um viel mehr geht. Sie kennen mich ja auch. Und dann stellen sie sich Fragen wie: „Wie trete ich eigentlich in Beziehung mit anderen?“ oder „Wie bewusst und achtsam mache ich das?“
Ich erlebe diese Retreats sehr oft als psychotherapeutisch. Man konfrontiert sich mit eigenen Konflikten, mit Ängsten. Beziehung ist ja eine der existenziellen Säulen unseres Lebens – und bei vielen hakt es da gewaltig. Solche Räume zu schaffen, halte ich für eine absolute Goldgrube. Und mein Umfeld versteht das auch so. Klar, manchmal verdrehen sie die Augen oder sagen: „Ach, schon wieder?“, aber sie haben auf jeden Fall Respekt dafür.

Sich selbst finden und stärken – Impulse für queere Gemeinschaft
Artjom: Danke dir! Du hast schon angedeutet, dass mit der Entscheidung, beim Retreat mitzuhelfen, auch Fragen von Außen verbunden waren – also wie andere darauf reagieren, wenn man davon erzählt. Da gibt’s ja viele Vorurteile, Unwissen oder Stigmatisierungen. Aber ich finde, es klingt total schön, was du gemacht hast. Wie war denn die Helferrolle für dich? Warst du die ganze Zeit eingespannt oder war es vielleicht sogar angenehm, weil man auch ein bisschen Abstand nehmen konnte? Gerade bei so großen Gruppen – beim Summer Evolution sind es ja so 80, 90 Männer auf einmal, beim Winter Eros waren es, glaube ich, 35 oder 45. Das ist schon eine Menge. Wie hast du das erlebt, mit dieser Rolle inmitten einer so intensiven Gruppendynamik? Was musstest du machen, was durftest du machen – und wo hast du dich wohlgefühlt?
Jojo: Die Helferrolle war für mich richtig stimmig – ich hatte gar nicht erwartet, dass wir als Helfer*innen auch überall teilnehmen können. Ich war mit einem weiteren Helfer dort, und bis auf eine Situation – da war die Teilnehmerzahl bei einem Workshop ungerade – konnten wir eigentlich durchweg mitmachen. Das hat mich positiv überrascht.
Unsere Aufgaben waren gut verteilt: Wir haben jeden Tag die Jurte sauber gemacht und geheizt, ebenso die Sauna. Wir haben dafür gesorgt, dass genug Holz da war, und haben beim Einrichten der Workshopräume geholfen – besonders im oberen Raum, wo ich auch geschlafen habe. Wenn dort etwas stattfand, haben wir alles entsprechend vorbereitet oder umgebaut.
Also ja, es gab definitiv zu tun, aber es war nicht zu viel. Wir haben vor allem die Mittagspausen genutzt, in denen die Teilnehmenden sowieso Zeit zur Regeneration hatten.
Für mich persönlich war das sehr hilfreich, weil es mir Struktur gegeben hat. Ich konnte mich an den Aufgaben orientieren, hatte immer wieder auch einen guten Grund, mich zurückzuziehen, wenn mir nach Rückzug war. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, gebraucht zu werden – dass ich etwas für die Gruppe tue. Ich fand es total schön, zu wissen: Wir haben die Sauna geheizt, die Jurte hergerichtet, und dadurch konnten andere Menschen dort schöne Erfahrungen machen. Das war ein sehr warmes Gefühl.
Die Arbeit war nie überfordernd, wir mussten auch nicht superfrüh raus. Die Facilitators waren sehr verständnisvoll – es gab regelmäßig Check-ins, ob alles okay ist. Wenn mal etwas nicht ging, war das völlig in Ordnung. Ich habe mich nie kritisiert oder überfordert gefühlt. Für mich war das eine ganz runde und wertvolle Erfahrung – und ich würde es jederzeit wieder machen.
Artjom: Was ist dir besonders im Kopf geblieben? Gab es Begegnungen, die dich berührt haben? Wie war die erste Woche nach dem Retreat für dich, zurück im Alltag?
Jojo: Viele erzählen ja, dass sie nach so einem Retreat erst mal in ein Loch fallen – weil man sich dort so aufgehoben fühlt und der Übergang zurück ins "normale" Leben dann hart ist. Bei mir war das interessanterweise nicht so. Ich habe eher gemerkt, dass mein Leben ohnehin schon in eine Richtung geht, in der ich achtsamer mit mir bin, mir Zeit nehme, Zärtlichkeit mit anderen teile.
Ein Workshop ist mir besonders in Erinnerung geblieben: die Chakra-Massage. Die wurde als Alternative zu einem sexuell konnotierteren Workshop angeboten, und ich habe mich intuitiv für die Energiearbeit entschieden. Das hat mich tief berührt – dieses feine Wahrnehmen, wie Energie fließt, im eigenen Körper und im Gegenüber, ohne dass es auf Erregung oder Orgasmus hinauslaufen muss. Das war für mich eine kraftvolle Erfahrung.
Ich habe gemerkt: Wenn ich massiere, bin ich ganz geerdet, ganz beim anderen – ohne mich zu verlieren. Das hat mir viel inneren Frieden gegeben. Und mein Gegenüber hat das wohl auch so empfunden.
Was ich bei Gay Love Spirit erlebt habe, ist für mich sehr inspirierend. Ich bin ja auf dem Weg, Facharzt zu werden, und möchte später auch psychotherapeutisch arbeiten – aber ganz klar mit einem starken Fokus auf Körperarbeit. Diese Kombination fasziniert mich.
Artjom: Das ist ja schon alles da – einfach weitermachen, oder?
Jojo: Genau, fühlt sich auch so an. Ich merke, wie sehr mich das alles bestärkt hat, weiterzugehen. Auch das Summer Evolution Festival vor ein paar Jahren hat da schon viel in Bewegung gebracht. Wenn ich mich vergleiche: Damals, 2019, war ich noch ganz anders drauf – viel weniger offen, viel schlechter darin, meine Grenzen zu erkennen oder klar zu kommunizieren.
Jetzt beim Winter Eros Retreat war ich deutlich besser darin, mich rechtzeitig abzugrenzen – und zwar ohne Drama, ohne Härte, sondern mit einer freundlichen Klarheit. Ich konnte sagen, was ich brauche, konnte auch Zurückweisung besser halten – auch wenn’s natürlich trotzdem mal wehtut. Aber ich merke: Diese Arbeit verändert mich, macht mich weicher, weiter – und dadurch entstehen auch neue Begegnungen, die vorher nicht möglich gewesen wären.
Und dann noch eine kleine, ganz reale Liebesgeschichte: Zwei Monate vor dem Retreat bin ich überraschend in eine Beziehung geraten. Wir hatten vereinbart, dass wir erst mal nicht sexuell miteinander sind. Gleichzeitig war ich aber schon als Helfer beim Retreat eingeplant. Ich wollte das nicht absagen – und habe dann in der Eröffnungsrunde gesagt, dass ich mit gewissen Vereinbarungen komme.
Es war spannend, diese Beziehung mitsamt ihren Regeln in das Retreat mitzunehmen. Dort gab es dann auch eine andere Person, mit der ich in einer offenen romantischen Verbindung war – das war bekannt. Und dann habe ich dort auch noch jemanden kennengelernt, der mich sehr fasziniert hat.
Das alles nebeneinander zu halten – mit meinem Partner zu Hause in Verbindung zu bleiben, gleichzeitig vor Ort mit meinen Gefühlen ehrlich zu sein, meine Grenzen zu wahren und offen zu kommunizieren – das war herausfordernd, aber unglaublich bereichernd. Und der Raum beim Retreat war genau richtig dafür.
Artjom: Was würdest du jemandem sagen, der überlegt, eines der beiden Retreats zu buchen, aber noch zögert?
Jojo: Mach es. Egal ob Sommer oder Winter, nimm das, was dir zeitlich und örtlich besser passt. Lass dich nicht abschrecken von dem, was ich hier als intensiv beschreibe – du kannst selbst entscheiden, wie tief du gehst. Es gibt immer Raum, Grenzen zu setzen. Ich habe erlebt, wie sicher der Raum ist, auch für Menschen, die zum ersten Mal bei sowas dabei sind. Wenn du offen bist für zwischenmenschliche Prozesse, kann das unglaublich bereichernd sein – auch in Bezug auf eigene Heilung und Trauma-Arbeit. Klar, wenn du gerade in einer akuten psychischen Krise steckst, ist es vielleicht nicht der richtige Moment. Aber sonst: ja, absolut eine große Bereicherung.
Artjom: Danke dir. Gibt’s noch etwas, das du der Community gern mitgeben möchtest?
Jojo: Ja. Ich habe lange damit gehadert, als queerer Mann einen Platz und eine Bedeutung in der Gesellschaft zu finden – abseits der klassischen Rollenbilder von Familie und Kindern. Was Gay Love Spirit macht, gibt mir genau das: Bedeutung. Wir haben als queere Menschen etwas Wertvolles beizutragen – diese Räume, diese Arbeit, sie kultivieren etwas, das in der Gesellschaft verloren gegangen ist. Für mich fühlt sich das tief sinnvoll und authentisch an. Und das wollte ich einfach sagen – von Herzen.
Artjom: Das kann ich sehr gut nachempfinden. Danke, dass du das mit uns geteilt hast und dass du beim Interview dabei warst.
Raum für Wachstum: Warum sich das Eintauchen lohnt
Ob als Teilnehmer oder Volontär – Jojos Weg zeigt, wie bereichernd es sein kann, sich auf Körperarbeit und Gemeinschaft einzulassen. Seine Geschichte macht Mut, eigene Bedürfnisse ernst zu nehmen, Grenzen liebevoll zu kommunizieren und Räume für echte Verbindung zu suchen.
Wenn du neugierig bist, wie sich Intimität, Heilung und Sinnlichkeit neu verbinden lassen, dann schau bei unseren nächsten Events vorbei – vielleicht sehen wir uns beim nächsten Summer Evolution Festival?
Link zu den Retreats im Sommer & Winter ? https://gaylovespirit.org/page/de/t/retreat
Erfahre hier mehr zu den Summer Evolution Festivals ? https://gaylovespirit.org/page/de/t/festival